Detailansicht

ehemalige Kirche St. Apollonia

Rubrik: Burgen, Schlösser Kirchen
Ort: Gransdorf in der Region Südeifel

GPS-Daten (WGS84): N 50.0168° E 6.6867° Höhe 336m

Beschreibung

In beherrschender Lage am oberen Talrand jenseits des Baches, vom alten Kirchhof umgeben steht die ehemalige katholische Pfarrkirche St. Apollonia. Kleine Saalkirche mit eingezogenem, quadratischem Chor, östlich angebauter Sakristei und Westturm, im Kern wohl hochmittelalterlich, mehrfach verändert. Am Schiff offenbar nur die fensterlose Nordwand vom Ursprungsbau, die strebepfeilerbesetzte Südwand mit ihren großen Maßwerkfenstern und das zweijochige Netzgewölbe spätgotisch. Der kreuzrippengewölbte Chor aus dem 13. oder frühen 14. Jahrhundert; die beiden Fenster später erneuert, das südliche datiert 1613. Schlichter Westturm mit gedrungenem Spitzhelm, auf der Südseite Korbbogenportal von 1821. Von der Ausstattung sind heute noch der Hochaltar des 18. Jahrhunderts, zwei Seitenaltäre und die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert und das Gestühl von 1825 erhalten. Der alte Taufstein steht heute in der Pfarrkirche Mariä Lichtmess.

Restaurierung der "Alten Pfarrkirche"
Nach dem Bau der neuen Pfarrkirche im Ort wurde die "Alte Pfarrkirche" etwas vernachlässigt. Bis in die 40er Jahre wurde noch jährlich zum Fest der heiligen Apollonia hier die heilige Messe gelesen. Zu Beginn der 50er Jahre wurde die Empore entfernt, die Fenster wurden neu verglast und ein Innenanstrich wurde aufgetragen. In den 80er Jahren besann man sich wieder auf die ehemalige Pfarrkirche. Die Fundamente wurden zum Teil freigelegt und isoliert. Anfang der 90er Jahre wurde die Kirche unter den Schutz der Haager Konvention gestellt. Wenige Jahre später begann man dann mit der Außen- und Innenrenovierung.

Restaurierung der Einrichtungsgegenstände
Sinn und Zweck der Restaurierung war es die Einrichtungsgegenstände zu erhalten. Diese Gegenstände aus der barocken bis spätbarocker Zeit in der Friedhofskirche im gotischen Baustiel sind als ein einzigartiges Kleinod in der schönen Eifellandschaft anzusehen.
Bei der Restaurierung wurde zunächst eine Schädlingsbekämpfung durchgeführt. Die Oberflächen der Gegenstände wurden Quadratzentimeter für Quadratzentimeter intensiv gereinigt. Nicht tragfähiges Material wurde entfernt und durch neues Holz ersetzt. Lose Holzteile wurden mit Knochenleim verleimt und fraßgeschädigte Bereiche im Holz mit flüssigem Kunststoff durchgetränkt. Kleinere fehlende Teile wurden erneuert.
Die Restaurierung wurde von Studenten unter der Leitung von Professoren der Fachhochschule Köln in den Jahren 1998 bis 2001 ausgeführt.

 
Quelle der Informationen: Touristinformation Kyllburger Waldeifel


Die ehemalige Pfarrkiche aus der Ferne

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