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Eckfelder Maar

Rubrik: Geologie & Vulkanismus
Ort: Eckfeld in der Region Vulkaneifel

Kontaktinfos:
Eckfelder Maar
Eckfeld

Web: http://www.eckfelder-maar.de

GPS-Daten (WGS84): N 50.1147° E 6.8178° Höhe 322,8m

Beschreibung

Im Eckfelder Maar (oft auch als Eckfelder Trockenmaar bezeichnet) wurde das Eckfelder Urpferd gefunden, zusammen mit unzähligen anderen Fossilien wie der ältesten bisher bekannten Honigbiene.Sie belegen allesamt, daß die Vulkaneifel einmal ein tropisches Land war, in dem Krokodile lebten und Palmen wuchsen.

Das Eckfelder Maar wird seit einigen Jahren von Forschern der Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz bzw. dem Naturhistorischen Museum Mainz eingehend untersucht. Aus 1996 durchgeführten Kernbohrungen konnte das Alter von ca. 44 Millionen Jahren bestimmt werden. Zahlreiche Eruptionen sprengten damals einen Krater, welcher sich mit Grundwasser füllte und so einen See entstehen ließ, der in den folgenden Jahrtausenden allmählich durch Ton- und Ölschieferlagen zusedimentierte. Es wird angenommen, das eine sehr stabile (chemische) Schichtung der Wassermassen dazu geführt hat, dass sowohl die Sedimentstrukturen als auch die abgelagerten Organismen bis zur heutigen Zeit sehr vollständig erhalten blieben.

Unter den zahlreichen Funden von bereits mehr als zwanzig verschiedenen Säugetier-Arten verdienen erste Reste zweier Primaten-Arten und fünf Skelette der Urpferd-Gattung Propalaeotherium besondere Erwähnung. Aber auch Funde so unterschiedlicher Gruppen wie Süßwasserschwämme, Muscheln, Schnecken, Muschelkrebse, Spinnentiere, Insekten, Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel oder Säuger dokumentieren das außergewöhnliche Überlieferungspotential der Sedimente des Eckfelder Maares.

An der Ausgrabungsstelle finden sich Schautafeln mit Informationen zur Entstehung des Maares und zu den bisherigen Funden. Weiter Informationen zum Eckfelder Trockenmaar erhält man im Maarmuseum in Manderscheid. Dort sind auch einige Fossilienfunde ausgestellt und können aus direkter Nähe betrachtet werden.

 
Quelle der Informationen: Kurverwaltung Manderscheid, Naturhistorisches Museum Mainz


Luftaufnahme der Grabungsstelle