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"Wachsender" Wasserfall Dreimühlen

Rubrik: Geologie & Vulkanismus
Ort: Üxheim-Ahütte in der Region Vulkaneifel

GPS-Daten (WGS84): N 50.3247° E 6.7692° Höhe 373m

Beschreibung

Dieser Wasserfall entstand durch drei stark karbonathaltigen Zuflüssen des Ahbachs. Beim Bau der Eisenbahn von Dümpelfeld nach Jünkerath um 1910 wurden drei sehr stark kalkhaltige Karstquellen zu einem Wasserlauf zusammengefügt, um das Wasser gesammelt unter der Eisenbahn hindurchzuführen.

Das austretende Quellwasser hat eine Temperatur von ca. 8°C und einen Kalziumgehalt von ca. 200mg/Liter. Durch das Verspritzen des karbonatreichen Wasers an der Überlaufkante der Sinterbank kann Kohlendioxid aus dem Wasser entweichen und Kalziumkarbonat fällt aus. Durch die Moose, die auf dem Wasserfall wachsen, wird die Oberfläche, an der Kalksinter entstehen kann, zusätzlich erhöht.

In der Zeit von 1910 bis heute bildete sich so eine 12 m lange, 5 m hohe "Mauer" aus Karbonat-Sintergestein. Das überkrustete Moos stirbt ab und gibt der Mauer und so dem Wasserfall seine Form. Durch diesen ständigen Vorgang werden pro jahr ca 4,5 Tonnen Karbonat abgelagert und der Wasserfall wächst jährlich 8-10 cm in das Tal hinein. 1986 drohte der gesamte Wasserfall auf dem weichen, wenig stabilen Auelehm des Ahbachtales abzurutschen. Deshalb musste der vordere Teil der Kalksintermauer zwecks Entlastung abgetragen werden, der verbleibende Teil wurde zusätzlich durch Betonfundamente stabilisiert. Von den Betonfundamenten ist heute bereits nichts mehr zu erkennen.

Wegen seiner Einmaligkeit wurde der Wasserfall zum Naturdenkmal erklärt: er ist das nördlichste Kalksintervorkommen in Europa.

 
Quelle der Informationen: eifel-gps


Der Dreimühlen-Wasserfall

Die grüne Mauer wächst jedes Jahr um einige Zentimeter

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