Detailansicht

Trimbser Tal

Rubrik: Wandertouren
Ort: Trimbs in der Region Osteifel
Länge: 5,8 km (Rundtour)

GPS: GPX | OVL | G7T | TRK | Google Earth

Beschreibung der Tour

Es geht oberhalb eines Baches, der „Nette“, los. Man hält sich zuerst den Weg abwärts und links. Nach ca. 250m befindet sich auf der linken Seite ein Stolleneingang, der von dem vor Jahrhunderten stattfindenden Schieferbau her rührt. (Betreten auf eigene Gefahr).

Dem Weg nun weiter über die Nette folgen und auf der anderen Seite entgegengesetzt dem Bachlauf begleitend leicht bergauf laufen. Der Weg gewinnt an Höhe und führt uns direkt zu einem Rad- und Wanderweg, der einst als Bahnlinie die Stadt Mayen und das fruchtbare Maifeld verband. Dort oben angekommen richtet man sich hier nach links durch die erste von 2 Tunnelanlagen, die man 1904 erbaut hat, um mit den alten „Dampfrössern“ durch den Berg zu kommen. (Hinweis: Wer möchte, kann bevor er den ersten Tunnel nimmt, erstmal nach rechts gehen. Nach ca. 200 m gelangt man dort auf ein Viadukt, was seines gleichen in dieser Gegend sucht. Von hier aus hat man eine sehr schöne Aussicht. Danach wieder zurück zum Tunnel)

Nun durch beide Tunnelanlagen durch gehen. Nach ca. 800m gelangt man an den Rand des kleinen Ortes „Nettesürsch“. Auch hier sieht man Zeugnisse des Schieferabbaus in der Eifel. Ein noch vor wenigen Jahren in Betrieb gewesenes Schieferbergwerk zeigt sich mit seinem Förderturm und anschließender Halde. Hier in diesem kleinen beschaulichen Ort findet man auch den „schwarzen Peter“, der zu Speis und Trank einlädt. Vor dem Bergwerk geht man nun in einer links führenden Spitzkehre einen geteerten Wirtschaftsweg bergab. Dann hält man sich Rechts in Richtung Häuser. Beim ersten Haus angelangt führt ein kleiner unscheinbarer Pfad an der linken Seite eines Gartenzauns vorbei in den Wald, der uns zu dem Ort „Trimbs“ führt. In dem Wald hält man sich immer gerade aus auf dem Pfad, bis dieser über eine kleine Brücke uns wieder auf die andere Seite der Nette führt.

Geschichtliches zu Trimbs:
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Trimbs im Jahr 1019. Zu jener Zeit - 1017 - gründete Kaiser Heinrich II der Heilige auf Veranlassung seiner frommen Gemahlin Kunigunde ein Benediktinerinnenkloster. Diesem Kloster Kaufungen schenkte er am 20. Mai 1019 den Ort Trimizze.

Glück auf! Schieferabbau um Trimbs
Die Menschen gingen früher ihrer Arbeit in der Landwirtschaft oder als Grubenarbeiter im Schieferabbau nach. Der Schiefer des Rheinischen Schiefergebirges wird als Dachschiefer verwendet, der allen Witterungseinflüssen Jahrhunderte lang getrotzt hat. Das Gebiet bis Kaisersesch wird auch das "Gelobte Land" des Schiefers genannt.

Weitere Wegbeschreibung
Nun geht es erstmal rechts und nach 100m ganz nach links auf einen Feldweg, der uns unterhalb der letzten Häuser, direkt an Pferdekoppeln in die „Trimbser Schweiz“ führt. Unterhalb von Felsen, vorbei an einer kleinen Schieferhalde und versteckter Stollen, die tief in den Berg führen, werden wir an einer Schutzhütte in Richtung Hausen zurückgeführt. Zuerst gehen wir aber noch über eine kleine Schleife auf einen wunderschönen, etwas höher gelegenen Pfad, der uns zwischen Felsen, oberhalb an einem Hügel, zurück zum Parkplatz bringt. Auf diesen letzten Metern können wir noch mal eine sehr schöne Aussicht über das „Trimbser Tal“ bis hin in das „Hausener Tal“ genießen.

EIFEL-GPS bedankt sich bei Herrn Thorsten Krause für diese schön ausgearbeitete Tour!

 
Quelle der Informationen: Thorsten Krause, Polch


Eingang zum ehemaligen Eisenbahntunnel

Blick in das Nette-Tal